Edelman Trust Barometer 2021 #medienbewusst

Alljährlich im Frühjahr erscheint der Edelman Trust Barometer*, eine Umfrage zu Vertrauen in Regierungen, Unternehmen, Medien und NGOs, herausgegeben von der globalen Kommunikationsagentur Edelman.

Ich war sehr gespannt, wie die Ergebnisse en detail nach einem Jahr Corona-Pandemie aussehen würden. Und wurde erst mal positiv überrascht, denn…

• trotz Pandemie gewinnen gesellschaftliche Institutionen weiter an Vertrauen
• Rangliste der vertrauenswürdigsten Institutionen in Deutschland

○ Regierung 59%
○ Unternehmen 54%
○ Medien 52%
○ NGOs 46%

ABER:
• Negativtrend in Bezug auf Medien und Informationen, 43% haben Misstrauen gegenüber Journalisten/Medien wegen absichtlich falscher Informationen

UND:
• 43% der Befragten verfügen über eine schlechte Informationshygiene
Spannend! Der Begriff „information hygiene“ taucht dieses Jahr zum ersten Mal in der Untersuchung auf, was sicherlich mit der weltweiten Informationsflut zu tun hat, die es immer schwieriger macht, vertrauenswürdige Informationsquellen zu identifizieren.

Bei der Bewertung wurden folgende Aspekte berücksichtigt:

• Regelmäßige Beschäftigung mit Nachrichten
• Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Standpunkten/
Vermeidung von Filter Bubble
• Überprüfung von Informationen
• Vermeiden der Verbreitung von Falschinformationen

Kurz gesagt:

Wie gut überprüfst Du die Informationen, die Du konsumierst und weitergibst?

* Weitere Details der Studie gibt es hier:

https://www.edelman.de/research/edelman-trust-barometer-2021

Frisch gelesen: Einspruch – Verschwörungsmythen und Fake News kontern von Ingrid Brodnig

Ingrid Brodnig: Einspruch - Verschwörungsmythen und Fake News kontern

Fake News und Verschwörungsmythen haben in Zeiten einer Pandemie Hochkonjunktur. Ich wundere mich manchmal sehr über Meinungen, die mir zugetragen werden. Vor allem dann, wenn ich die Menschen gut kenne und deshalb ihre Standpunkte nur schwer nachvollziehen kann. Aber was tun? Alles einfach so stehen lassen? Ignorieren? Widersprechen und damit die Freundschaft riskieren?

Welche Möglichkeiten es gibt, kommunikativ geschickt mit solchen Situationen umgehen, zeigt Ingrid Brodnig in ihrem neuen Buch „Einspruch!“. Die Autorin beschäftigt sich seit Jahren mit den gesellschaftlichen Herausforderungen der zunehmend komplexer werdenden Kommunikation im Internet und hat bereits mehrere Bücher dazu publiziert.

Zentrale Fragestellung des Buches ist, was man als Einzelne oder Einzelner tun kann, um auch bei Desinformationen oder extremen Ansichten sachlich im Gespräch mit anderen zu bleiben.

Hier meine 3 Punkte, warum ich das Buch sehr schätze und gerne empfehle.
Die Autorin …

  1. erklärt, was es so schwierig macht, mit seinen Argumenten von anderen gehört zu werden  und gibt praktische Tipps für das eigene Kommunikationsverhalten
  2. erläutert, wie rhetorische Methoden unfair genutzt werden, um Sachverhalte plausibel klingen zu lassen
  3. gibt konkrete Empfehlungen u.a. wie man für sich selbst einen passenden Diskussionsrahmen setzt, mit dem man sich wohlfühlt und trotzdem aktiv werden kann

Erhältlich im Buchhandel, beim Verlag oder direkt hier:

Einspruch!: Verschwörungsmythen und Fake News kontern – in der Familie, im Freundeskreis und online *

Verlag: Brandstätter Wien, ISBN 978-3-7106-0520-8

*AffiliateLink

 

Monitoring ganz einfach – mit Google Alert

Möchten Sie wissen, was im Internet über Sie, Ihr Produkt oder Ihre Branche gesprochen wird? Möchten Sie automatisch informiert werden, wenn neue Informationen zu einem bestimmten Thema im Internet verfügbar sind?
Dann nutzen Sie den kostenfreien Alert-Service von Google.

Der Alert-Service von Google sendet Ihnen automatisch eine E-Mail, wenn neue Ergebnisse zu Ihrem Suchbegriff im Internet auftauchen. Um den Service zu nutzen, benötigen Sie ein Google-Konto.

Und so richten Sie einen Alert ein:

  1. Die Alert-Funktion finden Sie direkt unter https://www.google.com/alerts oder über die Google-Produktseite.
  2. Hier geben Sie den Suchbegriff ein und wählen aus den weiteren Optionen die für Sie passenden Einstellungen aus.
  3. Zum Schluss geben Sie die E-Mail-Adresse ein, an die die Alerts geschickt werden sollen. Bitte prüfen Ihre Angaben auf eventuelle Tippfehler, bevor Sie die Alert-Erstellung abschließen.
  4. Nachdem der Alert erstellt wurde, erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail von GoogleAlert. Bitte klicken Sie den darin enthaltenen Aktivierungslink, um den Alert zu starten.
  5. GoogleAlert überprüft nun regelmäßig, ob neue Informationen zu Ihrem Suchbegriff vorliegen und informiert Sie dann per E-Mail darüber.

Mehr Medienbewusstsein für Dein digitales Image

Die digitale Welt ist komplex. Wir nutzen täglich eine Vielzahl von Medien. Mit manchem kennen wir uns gut aus, anderes machen wir einfach so, ohne groß darüber nachzudenken. Dabei werden wir sichtbar, hinterlassen Datenspuren und gestalten so unser digitales Image. Ob wir wollen oder nicht. Je genauer wir wissen, wie das Digitale funktioniert, umso mehr Einfluss können wir darauf nehmen.

Wortwolke Medienbewusst

 

Mit meinem Newsletter „#medienbewusst“ möchte ich

  • motivieren, das digitale Ich bewusst und aktiv zu gestalten,
    und damit selbst zu bestimmen, wie man wahrgenommen wird
  • sensibilisieren für das Besondere an digitaler Kommunikation,
    die immer schneller, vernetzter und mobiler stattfindet und uns damit vor neue Herausforderungen stellt
  • Bewusstsein schaffen für einen kritischen Umgang mit Online-Medien,
    weil es immer schwieriger und zeitraubender wird, bei der Vielzahl der verfügbaren Informationen die wirklich relevanten Inhalte zu erkennen

Dazu gibt es jeden Monat Tipps und Empfehlungen, die dabei unterstützen, sich sicher  und kompetent im digitalen Raum zu bewegen.

Ich freue mich, wenn Du den Newsletter abonnierst.

Künstliche Intelligenz: Lernen durch Verlieren

Künstliche Intelligenz, kurz KI genannt, ist ein Thema, das mich schon seit längerem fasziniert. Ich verfolge die Beiträge in meinem Info-Stream auf Twitter und LinkedIn und erfahre z.B. , wo überall im Alltag uns die KI schon begegnet, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Mit dem Begriff Algorithmus bin ich vertraut, auch wenn es schon einige Zeit her ist, dass ich selbst Software entwickelt habe. Umso neugieriger macht mich die Entwicklung von Computersystemen, die lernen und sich selbst weiter verbessern können.

Um mein angestaubtes IT – Wissen aufzufrischen und weil ich gerne Neues lerne, habe ich mich auf ein analoges Simulations-Spiel* eingelassen, bei dem ein Mensch gegen eine Maschine beim Bauernschach antritt. Während der Mensch spielen kann wie er möchte, muss ich mich in der Rolle als Maschine an ein umfangreiches Regelwerk halten, in dem alle möglichen Spielsituationen verzeichnet und klare Handlungsanweisungen dazu enthalten sind. Aber ich lerne dazu, jedes Mal, wenn ich gegen den Menschen verliere. Dann lösche ich die letzte Anweisung, die nicht erfolgreich war und korrigiere so mein Regelwerk. Damit werde ich im Laufe weiterer Spielrunden immer besser und erlebe als Mensch, wie maschinelles Lernen funktioniert. Eine interessante Erfahrung, die mich darin bestätigt, tiefer in das Thema einzusteigen.

Quelle: Mensch, Maschine! Ein analoges Simulations-Spiel*

*Spiel: Mensch, Maschine! Wer zeigt hier wem den Weg?
Das Spiel ist Teil der Unterrichtsmaterialien, die im Rahmen des Projektes „Mensch, Maschine!“ zur Verfügung gestellt wurden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, www.wissenschaftsjahr.de

Mensch, Maschine!“ ist ein gemeinsames Projekt des BMBF, der Universität Paderborn und der Deutsche Telekom Stiftung.

 

Im neuen Jahr wird alles anders

Manch eine/r wird bemerkt haben, dass es in der letzten Zeit hier sehr ruhig war. Das hatte verschiedene Gründe. Zum einen, weil andere Dinge wichtiger waren. Es gab aber auch nicht viel zu sagen. Viele Projekte liefen unspektakulär im Hintergrund.

Doch…

Glück aus dem 3D-Drucker

Zukünftig werde ich hier über neue Technologien und Zukunft-Trends berichten. Sich mit den Prognosen der Futuristen auseinander zu setzen, ist sehr spannend und hilft dabei, innovative Ideen für die Welt von morgen zu entwickeln. Deshalb gab es für meine Kund:innen dieses Jahr auch einen Glücksklee aus dem 3D-Drucker, weil ich diese Technik immer schon mal ausprobieren wollte.

Seit mehr als 25 Jahren bin ich in der digitalen Welt unterwegs. Als Anwenderin und auch  auch als Gestalterin. Von der Software-Entwicklung bis hin zur digitalen Kommunikation. Deshalb wird auch Medienkompetenz und digitale Ethik hier immer wieder ein Thema sein.

 

 

 

 

Statt vieler Worte – meine Jahrescollage 2016

collage 2016

Teile d. Collage stammen aus GartenFlora 1/2015

Neues Jahr, neue Jahresziele. Im Business-Kontext fällt es mir leicht, meine Ideen und Ziele im Rahmen einer Roadmap zu formulieren. Wenn es um meine persönlichen Jahresziele geht, dann sind mir Worte einfach zu wenig. Insgeheim weiß ich, was ich brauche und erreichen möchte. Ich habe eine Vorstellung davon, kann ich es aber (noch) nicht in Worte fassen. Deshalb arbeite ich gerne mit der Collagen-Methode der Freiraumfrau Angelika-Bungert-Stüttgen. Intuitiv und kreativ habe ich so meine Jahrescollage entwickelt. Welche Ausrichtung en detail sich hinter diesem Bild verbirgt, bleibt mein Geheimnis. Viel spannender ist die Frage, was Sie in dem Bild sehen, denn bekanntlich liegt die Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters. Über spontane Gedanken, die Sie mit mir teilen möchten, freue ich mich sehr.

Meine re:publica 2015 #rp15

Gemeinsam mit Kati Schmitt-Stuhlträger aka @wortmarketing ging es dieses Jahr zum dritten Mal zur re:publica, die vom 5. bis 7. Mai 2015 in Berlin stattfand. Selbst der Bahnstreik konnte unsere Vorfreude nicht schmälern.
3 Tage lang spannende Vorträge, interessante Menschen treffen, freudiges Wiedersehen, spontan Vortragsthemen weiterspinnen, neue Ideen entwickeln und jede Menge Inspiration. Genau diese Mischung ist es, die die re:publica zu etwas Besonderem macht.

republica15

Pre-re:publica

Für mich begann die re:publica schon am Montag, denn ich hatte Glück und konnte am DesignThinking Workshop von IBM teilnehmen. Gerd Pfau, Designer und Design Thinker bei IBM, erklärte uns die Basics und wie die Methode bei der Produktentwicklung eingesetzt wird. Beim Design Thinking geht es darum, in Teamarbeit kreative und unkonventionelle Problemlösungen zu entwickeln, die sich durch hohe Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität auszeichnen. Während des gesamten Entwicklungsprozesses steht der Nutzer und sein Bedürfnis im Mittelpunkt. Wie das konkret funktioniert, konnten wir im Workshop ausprobieren. Unsere Team-Aufgabe war, die Bedürfnisse von „Edward the executive“ zu ergründen und in einer empathy map darzustellen.
Danke an Tom Noeding für das tolle Foto.

designthinking

 

DesignThinking empathy map #rp15

Foto: Tom Noeding

 

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag hieß es dann:

Tagesprogramm checken, Zeiten abgleichen, Raum finden und Sitzplatz sichern.

Das sind meine diesjährigen Favoriten:
#fav 1 „Butter bei die Fische“

Besonders gespannt war ich auf den Vortrag von Tanja und Johnny Haeusler, weil ich mir unter dem Titel „butterbeidiefische“ nicht wirklich etwas vorstellen konnte. Mit ihrem Buch „Netzgemüse“ und ihrem Rant 2013  zu der Situation des Bildungssystems in Zeiten zunehmender Digitalisierung ergreifen sie immer wieder Partei für eine zeitgemäße und moderne Ausbildung unserer Kinder. Sie reden nicht einfach, sondern sie machen: z.B. eine Internet-Konferenz für Kids.
Vom 27. -29. Mai 2016 findet die erste TeenageInternetwork TINCON in Berlin statt.
Wer dieses tolle Projekt unterstützen möchte, kann das über die Spendenplattform Betterplace tun.

#fav 2 „Die fünfte Gewalt. Die Macht der vernetzen Vielen“

Medienwissenschaftler Prof. Bernhard Pörksen stellte in seinem Talk eine neue Form von Macht vor: Die fünfte Gewalt. Die Macht der vernetzten Vielen  Ich war sehr neugierig zu erfahren, wie er diese Verhaltensweisen erklären würde. Astrid Christofori und ich hatten das Thema ansatzweise beim Barcamp Rhein Neckar #bcrn15 aufgegriffen. In unserer Session „Tweet or not to tweet“ ging es darum, welche Reaktionen ein vermeintlich harmloser Tweet hervorrufen kann.

Prof B. Poerksen

Mit der fünften Gewalt meint Pörksen uns alle, die wir im Netz unterwegs sind. Wir haben Macht, denn „unter den neuen Kommunikationsbedingungen ist alles sichtbar – die kleingeistige Attacke, aber auch die großartige Enthüllung, das berührende Engagement, der verschwörungstheoretische Wahn“. Daraus resultierende Empörungswellen oder shit storms betrachtet Pörksen als moderne Form der Wertedebatte einer Gesellschaft. Wie machtvoll die fünfte Gewalt sein kann, zeigt Pörksen anhand von realen Fällen. Doch lässt sich daraus nicht wirklich ableiten, wie sie funktioniert und wie sie sich organisiert. Die Wirkungsweise ist diffus und nicht vorhersagbar.

#fav 3 „Kognitive Dissonanz“

Thematisch dazu passend hat sich Felix Schwenzel mit dem Phänomen der „kognitiven Dissonanz“ beschäftigt. Gemeint ist ein unangenehmer Gefühlszustand, der auftritt, wenn unsere Wahrnehmungen, Wünsche und Gedanken nicht miteinander vereinbar sind. Für Schwenzel gibt es dabei keinen Unterschied zwischen real und virtuell. Die Probleme und Konflikte, die uns die Digitalisierung zeigt, gab es immer schon. Das Internet erlaubt uns einen differenzierten Blick auf die Welt“, sagt er. Was das mit unserer Wahrnehmung zu tun hat, warum Widersprüche nützlich sind und was es mit der Ambiguitätstoleranz auf sich hat, erklärt er kurzweilig und sehr anschaulich in seinem Vortrag.

#fav 4 „Online?  Bringt uns nichts!“

Nicht deprimiert, aber doch sehr nachdenklich stimmte mich der Vortrag von
Marco Petracca„Online? Bringt uns nichts!“ Ein deprimierender Lagebericht aus den Chefbüros deutscher Industrieunternehmen
Viele seiner Erlebnisse als Kommunikations- und Markenberater kann ich bestätigen. Es gibt noch Unternehmen, die sich der Digitalisierung verschließen – ob mit Absicht oder gefangen in ihren Traditionen und dem bisherigen Erfolg. Sie konzentrieren sich auf die Technik und ihr Können. Mit Kommunikation haben sie nichts am Hut.

Ich stelle immer wieder fest: Wir als Berater müssen zuerst eine Verbindung schaffen zu unseren Kunden, um deren Aufmerksamkeit zu gewinnen. Dann können wir kommunizieren und zu guter Letzt mit ihnen über Kommunikation sprechen.

#fav 5 Spontane Sessions und Begegnungen mit euch*

Wie jedes Jahr gingen die 3 Tage viel zu schnell vorbei. Das lag nicht nur am umfangreichen Programm, sondern auch an den vielen, spontanen Sessions an der Cafe-Bar, im Hof, am Affenfelsen und natürlich auch bei #flauschinflaschen und #freubier am Stand von BW-Jetzt.de.

Danke an alle, es war mir eine große Freude, euch* zu treffen!

*u.a. Tobias @bildungswert, Birte @birteHB, Manuela @manuelaseubert,
Insa @textinsicht, Astrid @A_Christofori,  Martina @akquisefachfrau, Christian @sozialpr, Nicole @NI_hundertmark, Ralph @ralphkuehnel, Manuela @cc_wandelbar,
Susanne @textelle, Kati @kochfrollein …

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