Hoch die Tassen!

Als passionierte Espressotrinkerin ist die Blog-Parade „Meine Lieblingstasse“ von Stefan Evertz eine gute Gelegenheit, mal wieder auf meinem eigenen Blog aktiv zu werden.

Stark, schwarz und ohne Zucker. So mag ich ihn am liebsten, meinen Espresso. Er macht mich am Morgen munter und hilft mir zwischendurch, die kleinen Tiefs des Alltags zu überbrücken. Dabei ist die Tasse für mich gar nicht so wichtig, entscheidend ist die Qualität des Inhaltes, der Espresso muss einfach schmecken. Deshalb gibt es bei mir auch nicht die eine Lieblings-Espressotasse, sondern ich habe 3 Favoriten, von denen ich je nach Stimmung spontan eine auswähle:

Espressotassen-Vielfalt

Tassen-hoch-drei

  1. Der grüne Knickbecher:
    Einfach praktisch, liegt gut in der Hand, prima geeignet für den Espresso einfach so zwischendurch und nebenbei.
  2. Die Flügeltasse in weiß/pink:
    Die Diva unter den Tassen. Sie verlangt Fingerspitzengefühl, denn die beiden zarten Flügel so zu greifen, dass der Espresso auch wirklich dort landet, wo er hin soll, verlangt vollste Aufmerksamkeit. Ideal also für eine echte Auszeit mit Espresso.
  3. Die Gute Laune-Tasse:
    Die warmen Farben und der Griff in Herzform reichen schon aus, um mir an stressigen Tagen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Mit dieser Tasse wird die Pause gerne auch mal 2 Espresso lang.

Mein derzeitiger Favorit in der Tasse heißt „Grande“ und kommt direkt aus der Kaffeemanufaktur Blank Roast. Grande ist ein sortenreiner Arabica, der mit Rebenholz geröstet wird und mich mit seinen kräftigen Geschmack bei wenig Säure überzeugt.

Mit Tomaten die Effizienz steigern

Frank Stachowitz hat zur Blog-Parade eingeladen. Und das ist ein sehr guter Grund, meinen Blog wieder mit Leben zu füllen. Leider, leider gab es in den letzten Monaten so viele Dinge, die wichtiger und dringender waren als mein Blog. Doch das wird sich nun wieder ändern.

Und da sind wir auch schon mitten im Thema. Frank Stachowitz fragt „Welche Software nutzen Sie im Büro-Alltag?“ Spontan fallen mir dazu die üblichen Office-Applikationen ein, die sich mit Sicherheit auf vielen Büro-Rechnern tummeln. Alle nützlich, ich möchte sie nicht missen. Wenn ich mir aber überlege, welches Tool mir in der letzten Zeit den größten Nutzen gebracht hat, dann ist es eine App zur Pomodoro-Technik, die ich gerne nutze.

Mit Tomaten die Effizienz steigern
Falls Tomaten nicht zu Ihren Geschmacks-Favoriten gehören, kann ich Sie beruhigen, denn die Pomodoro-Technik hat mit echten Tomaten wenig zu tun. Vielmehr handelt es sich um eine simple Technik, anstehende Aufgaben für den Tag so zu organisieren, dass man störungsfrei und fokussiert daran arbeiten kann und so auch wirklich Dinge erledigt werden. Ihren Namen verdankt die Methode ihrem Erfinder Francesco Cirillo, der zur Zeitmessung einfach einen Küchenwecker in Tomatenform nutzte. Darauf beruht auch seine Festlegung, dass Arbeitseinheiten immer 25 Minuten umfassen, was einem Pomodoro entspricht. Auf eine Arbeitseinheit folgt eine 5-Minuten Pause, dann geht es weiter. Nach insgesamt 4 Arbeitseinheiten folgt eine 15-Minuten Pause.

Zeitfresser ade!
Ich nutze die Pomodoro-Technik gerne an Office-Tagen, wenn viele, kleinere und manchmal auch lästige Aufgaben anstehen, die schon länger auf Erledigung warten. Ich überlege mir morgens als erstes, welche Punkte anstehen und wie viele Zeiteinheiten (= Pomodoros) ich den einzelnen Aufgaben zuteile. Besonders die Frage „Wie viel Zeit will ich mir dafür geben bzw. habe ich für diese Aufgabe?“ hilft mir dabei, mögliche Zeitfresser zu identifizieren und auszuschalten. Ich bin immer wieder erstaunt, was ich in 25 Minuten schaffen kann, wenn ich hochkonzentriert an einer Sache dran bleibe. Umso mehr genieße ich dann die 5-Minuten-Pause, hole mir einen Espresso und weiter geht’s. Am Ende des Arbeitstages kann ich meine Planung mit den tatsächlich erledigten Aufgaben vergleichen: Was habe ich geschafft und wie lange habe ich dafür gebraucht? Dieses Feedback hilft mir dabei, den Zeitaufwand immer besser im voraus einschätzen zu können.

Die Technik ist wirklich simpel. Man braucht nur Papier, Stift und einen Wecker. Wem das allerdings zu „einfach“ ist, der wird sicher bei den vielen verschiedenen elektronischen Versionen für PC/MAC und Smartphone im Netz fündig.

Ich nutze die App „FocusCoach“ auf dem iPad. Sie ist einfach zu bedienen und ich mag es sehr, wenn die leise Pausenmusik startet und mein Blick auf die Kaffeetasse fällt ;-).
Die App kostet derzeit € 3,29. Mit dem Suchbegriff „pomodoro“ findet man aber auch kostenlose Alternativen.

Screen FocusCoach

Screen FocusCoach

Zum Weiterlesen:
Offizielle Pomodoro-Website: http://www.pomodorotechnique.com/

Staffan Nöteberg: Die Pomodoro-Technik in der Praxis,
Der einfache Weg, mehr in kürzerer Zeit zu erledigen
http://www.dpunkt.de/buecher/3548/die-pomodoro-technik-in-der-praxis.html

Leise Menschen schaffen Verbindung: selbst-bewusst und selbst-bestimmt

Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch „Leise Menschen – starke Wirkung“ über Twitter. Die Autorin Dr. Sylvia Löhken gehört den Menschen, von denen ich gerne in meiner Timeline lese. So zum Beispiel auch über dieses Buch. Bis dahin kam der Ausdruck „leise Menschen“ in meinem Vokabular nicht vor, und doch spürte ich sofort eine Verbindung zu dem Thema, wurde neugierig und habe gleich den Online-Test gemacht. „Bin ich es und wenn ja, wie ausgeprägt?“, das war die entscheidende Frage. Und dann das Ergebnis: Einen kleinen Verdacht hatte ich schon, aber dass es so eindeutig ausfallen würde, war doch eine Überraschung. Umso mehr war ich gespannt auf das Buch.

Ich finde das Buch „Leise Menschen – starke Wirkung“ einfach faszinierend: Es macht Mut und ist für leise Menschen (=Intros) ein Geschenk. Denn hier werden sie sich wiederfinden, gewürdigt mit all ihren starken und nicht so starken Seiten. Sylvia Löhken zitiert neueste wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass sogenannte Intros einfach andere Bedürfnisse haben als extrovertierte Menschen.
Bereits im Inhaltsverzeichnis bringt die Autorin es auf den Punkt:

„Wer Sie sind. Was Sie können. Was Sie brauchen.“

Ja, das ist es! Das sind die entscheidenden Fragen, um die es geht. In unserer lauten Welt ist es besonders für leise Menschen wichtig, sich der eigenen Stärken bewusst zu sein, sie gezielt einzusetzen, um wahr genommen und gehört zu werden. Doch wie jede Medaille haben Stärken eine Kehrseite. Dort finden sich weniger ausgeprägte Eigenschaften, die  typisch sind für leise Menschen und die die Außenorientierung erschweren und an den eigenen Ressourcen zerren.
Und genau hier setzt die Autorin an. In unterschiedlichen Beispielen aus ihrer Coaching-Praxis veranschaulicht sie die Problematik und bietet konkrete Tipps und Checklisten, wie sich leise Menschen auf „laute“ Situationen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext, vorbereiten können. Besonders hilfreich finde ich persönlich die Klärungsfragen in jedem Kapitel, die dazu beitragen, sich immer wieder mit sich und seinen Bedürfnissen auseinander zu setzen.
Denn nur, wenn ich mit mir selbst in Verbindung bin, dann kann ich gut für mich und meine Bedürfnisse sorgen und (auch als leiser Mensch) Präsenz zeigen!

Ob Intro oder Extro: hier geht es zum Online Test: http://www.leise-menschen.com/

Leise Menschen – starke Wirkung
Sylvia Löhken
Gabal Verlag 2012
ISBN 978-3-86936-327-1

You never walk alone…

…oder wieviel Verbindung sich hinter 140 Zeichen versteckt.

Allein sein ist ein zwiespältiges Gefühl. Manchmal herbei gesehnt, oft auch gefürchtet. Je nach dem, was wir gerade für uns brauchen. Allein sein kann durchaus gewollt sein.

Als kommunikativer Mensch geniesse ich oft die Stille und das Allein sein in meinem home office, um ungestört und konzentriert zu arbeiten. Endlich mal was wegschaffen, neue Ideen ausbrüten, spannende Recherchen durchführen…Gleichzeitig brauche ich auch den Austausch mit anderen Menschen…nicht zuviel und bitte dann, es mir danach ist.
Seit 3 Monaten habe ich dafür eine wunderbare Lösung gefunden: Meine Timeline bei Twitter.  Hier treffe ich Menschen, die ähnliche Interessen haben, erfahre spannende News und kann mich über Fachthemen austauschen. Quasi ein virtuelles Großraumbüro. Meist findet sich sogar jemand, der zur kollektiven Kaffeepause aufruft. Twitter bietet neue Möglichkeiten, macht die globale Welt erreichbar und bringt mich so in Kontakt mit vielen interessanten Menschen. Dabei habe ich es selbst in der Hand, wann und wie ich mich aktiv einbringe und vor allem auch, wem ich folge.
Meine Timeline gibt mir das Gefühl, dass immer jemand da ist und dass ich dazu gehöre. Wie im realen Leben auch: Sich mit anderen in der gleichen Situation zu wissen, schafft automatisch Verständnis und Verbindung. Und dazu reichen auch 140 zeichen!

 

Streit – kultivieren oder schlichten?

In der letzten Zeit fällt mir auf, dass das Thema „Streit“ eher passiv besetzt ist. Man streitet sich nicht mehr, sondern man lässt schlichten.  Ob Stuttgart21, Tarifgespräche der Gewerkschaften, selbst an Grundschulen gibt es inzwischen Streitschlichter, die in Konfliktsituationen vermitteln sollen.
Grundsätzlich ist „streiten“ nichts Negatives, im Gegenteil. Meinungsverschiedenheiten und Konflikte sind seit jeher in allen Formen menschlichen Zusammenlebens zu finden und tragen zu einer lebendigen Gesellschaft bei. Bei einem konstruktiven Streit vertreten  Menschen verbal ihren eigenen Standpunkt und erkennen gleichzeitig an, dass der Andere einen anderen Standpunkt hat und auch haben darf. Soweit die Theorie.

Aus der wissenschaftlichen Forschung wissen wir, dass Menschen in Extremsituationen unbewusst immer auf Handlungsmuster zurückgreifen , die Ihnen vertraut sind und die sich in der Vergangenheit als hilfreich erwiesen haben. Und so regieren die meisten von uns in Konflikten entweder mit Angriff,  Kampf oder Fluchtverhalten. Alles keine wirklich konstruktiven Ansätze. Zum einen weil wir in einem Reiz-Reaktions-Muster gefangen sind und nicht wirklich frei agieren. Zusätzlich schaffen wir  mit unserem Verhalten  keine Verbindung zum anderen, sondern nur noch mehr Distanz, d.h. die Aussichten auf eine Verständigung werden immer geringer.

Was hindert uns daran, unseren Streit selbst in die Hand zu nehmen?
Vielleicht, weil wir es nicht gelernt haben? Weil wir schon im Kindesalter hören „Streitet euch nicht!“ und andere damit den Konflikt für uns beenden statt uns Kompetenzen zu vermitteln, wie wir konstruktiv unsere Interessen kundtun können?

Brauchen wir einen Dritten, von dem wir glauben, dass er unsere Interessen besser vertreten kann  oder gar durchsetzt?

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